Erdoğan sichert Saudi-Arabien Beistand zu
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Im Telefonat mit Kronprinz Mohammed bin Salman verurteilt der türkische Präsident die Huthi-Angriffe, teilt sein Kommunikationsdirektorat mit. Gefragt, ob er um Unterstützung im Jemen bitte, sagt Trump „I might do it“ und lobt Erdoğan; was er erbitten würde, sagt er nicht.
GeopolitikDer türkische Präsident Recep Tayyip Erdoğan hat Saudi-Arabien nach den Huthi-Angriffen auf das Königreich weitere Unterstützung zugesagt. In einem Telefonat mit Kronprinz Mohammed bin Salman am Dienstag, dem 13. Oktober 2026, habe Erdoğan erklärt, die Türkei verurteile „die Huthi-Angriffe auf saudisches Territorium auf das Schärfste“, teilte das Kommunikationsdirektorat des Präsidenten mit. Er habe den Hinterbliebenen sein Beileid ausgesprochen. Die Türkei werde „auch in der kommenden Zeit an der Seite Saudi-Arabiens stehen“, und er glaube, dass „diese Prüfung überwunden wird“. Gesprochen worden sei über die jüngsten Entwicklungen in der Region und die Angriffe auf Saudi-Arabien (englische Fassung).
Die saudische Staatsagentur SPA meldete das Telefonat ebenfalls; die Meldung selbst war für uns nicht abrufbar. Nach der Wiedergabe der Zeitung Al-Raya vom 13. Oktober rief Erdoğan an. Er habe zu Beginn die Verurteilung der „brüderlichen“ Türkei für die Huthi-Angriffe übermittelt, den „Märtyrern“ Gottes Gnade und den Verletzten rasche Genesung gewünscht. Erdoğan habe „die volle Unterstützung der Türkei an der Seite des Königreichs“ bekräftigt und ihre Unterstützung für alles, was dessen Sicherheit bewahre und Stabilität stärke. Militärische Zusagen nennen weder die türkische noch die saudische Darstellung.
US-Präsident Donald Trump brachte Erdoğan wenige Stunden später selbst ins Spiel. Vor dem Abflug mit dem Hubschrauber Marine One am Weißen Haus gegen 18 Uhr MESZ fragte ihn ein Reporter, ob die Huthi die Waffenruhe gebrochen hätten und ob er jemanden bitte, sich der Antwort im Jemen anzuschließen; der Name in der Frage ist in der Abschrift von Roll Call Factba.se unverständlich. Trump antwortete: „I might do it. He’s a great friend of mine, as you know, and I might do that. I have a lot of respect for the president of Turkey. President Erdogan, I think, would do as I ask.“ Was er Erdoğan fragen würde, sagte er nicht. Kurz zuvor hatte er auf die Frage nach einer Entscheidung über Angriffe auf die Huthi geantwortet: „They’re behaving very badly.“ Eine Entscheidung nannte er nicht: „If I told you I made a decision that wouldn’t be very –“.
Auf die Frage, ob er mit dem saudischen Kronprinzen gesprochen habe, sagte Trump: „I did, yes.“ Was er ihm angeboten habe, wollte er nicht sagen: „I’d love to tell you, but I’m not going to tell you that.“ Bereits um 18.04 Uhr MESZ hatte er auf Truth Social geschrieben, die Huthi verhielten sich „very badly“; der volle Wortlaut steht im Bericht zu den Angriffen auf Dhahran und Riad. Eine Reaktion aus Ankara auf Trumps Äußerung fand sich bis Mittwochmittag nicht, weder beim Kommunikationsdirektorat noch beim Präsidialamt.
Die Agentur Reuters gab Trumps Satz in einem Bericht vom 13. Oktober so wieder, Trump habe gesagt, er „might“ Erdoğan bitten, einzugreifen und saudische Interessen zu unterstützen. Das Wort „intervene“ stammt aus dem Bericht, nicht aus Trumps Antwort. Nach einem Bericht der Hindustan Times vom 13. Oktober hat Außenminister Hakan Fidan gesagt, Ankara prüfe, wie es bei der Verteidigung Saudi-Arabiens helfen könne, und zugleich ausgeschlossen, türkische Truppen für Angriffe in ein anderes Land zu schicken; wann Fidan das sagte, nennt das Blatt nicht.
Die Türkei ist mit Saudi-Arabien und Pakistan durch das Mekka-Abkommen zur gemeinsamen Verteidigung verbunden, unterzeichnet am 7. August 2026. Am 5. Oktober beschlossen die drei Staaten in Riad, es praktisch umzusetzen; das steht im Bericht zum Mekka-Beistand. Welche türkischen Kräfte seitdem nach Saudi-Arabien verlegt wurden, hat Ankara nicht mitgeteilt.
Die Lage hatte sich am Dienstag zugespitzt. Die Koalition griff Ölanlagen in Sabaha westlich von Sanaa an, nachdem sie zur Räumung aufgerufen hatte; die Huthi hatten für diesen Fall Ziele in Saudi-Arabien genannt (Bericht zur Räumung in Sanaa). Am Abend meldete das saudische Energieministerium einen Treffer auf ein Aramco-Gebäude in Dhahran, in Riad wurden vier Menschen durch Trümmer abgefangener Marschflugkörper verletzt.