USA sanktionieren Kanzlei hinter Irans Schattenflotte
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Washington trifft eine Anwaltsfirma aus Panama und Griechenland, sieben Frachter und zwei Schiffsagenten. Die Finanzermittler von FinCEN prüfen zudem eine griechische Bank.
GeopolitikDas US-Finanzministerium hat die in Panama und Griechenland ansässige Anwaltskanzlei Karnakis and Karnakis sowie fünf mit ihr verbundene Personen auf seine Sanktionsliste gesetzt. Die Kanzlei habe Firmen registriert, denen Schiffe der iranischen Schattenflotte gehören, darunter Skyros Maritime, Corfu Maritime und Elias Shipping, teilte das Ministerium am Mittwoch mit. Die Maßnahmen laufen unter dem Namen Operation Economic Outcast und stützen sich auf die Executive Order 13902.
Elias Shipping besitzt nach Angaben des Ministeriums das Schiff RAMONA 1 und trat als Strohfirma für das syrische Unternehmen Al-Qatirji Company auf, das iranisches Öl zugunsten der Quds-Einheit der Revolutionsgarden und der Huthi verkaufte. Zudem diente die Kanzlei als Firmenvertreter für viele Unternehmen des iranischen Flüssiggashändlers Seyed Asadoollah Emamjomeh. Gelistet sind die Eigentümer Sofianos und Konstantinos Karnakis Kosmas, die Mitarbeiter Ioanis Karnakis Kosmas und Pedro Ortega Jones sowie Roberto Ortega Jones. Mitarbeiter der Kanzlei träten als Direktoren der von ihr registrierten Firmen auf, um deren wahre Eigentümer zu verschleiern, schreibt das Ministerium.
Ebenfalls sanktioniert ist der Schiffsbetreiber Roxette Maritime Shipping and Trading mit Sitz in Panama und Griechenland, für den die Kanzlei als Firmenvertreter tätig ist. Die sieben von ihm betriebenen Frachter unter panamaischer Flagge ANEMOS, GLORIS, PRIDE, DESTINY, FLAMINGO 1, HARMONY und PRINCE stehen nun als blockiertes Eigentum auf der Liste. Nach der Aufstellung der Sanktionsbehörde OFAC wurden die Schiffe zwischen 1999 und 2011 gebaut, als Adresse des Betreibers ist neben Panama Piräus angegeben.
Hinzu kommen zwei Schiffsagenten. Amigoz Singapore wickelte laut Ministerium eine Ladung für Sepehr Energy ab, stand mit Akteuren der Schattenflotte in Verbindung, darunter solchen aus dem Schifffahrtsimperium von Mohammad Hossein Schamchani, und betankte das Schattenflottenschiff ZIXUAN. Whales Shipping Line in Dubai arbeitete als Agent für Sparrow Trading FZE und besitzt die Schiffe WHALES DIAMOND und WHALES PEARL.
Parallel nimmt die Behörde gegen Finanzkriminalität FinCEN Banken ins Visier. Um mögliche Verbindungen einer griechischen Bank zu Iran und dessen Verbündeten zu untersuchen, nutzte sie nach Angaben des Ministeriums erstmals eine Verwaltungsvorladung nach Paragraf 5318(k) in Titel 31 des US-Bundesrechts, einer Vorschrift des Bank Secrecy Act. Das geschehe in enger Abstimmung mit europäischen Partnern, auch in Griechenland. Zudem verschickte FinCEN mehrere Auskunftsersuchen zu Geschäftsbeziehungen von Banken mit sanktionierten iranischen Finanzinstituten. Finanzminister Scott Bessent erklärte, wer illegal Öl auf See umlade oder im Chefbüro einer Anwaltskanzlei sitze und das iranische Regime unterstütze, werde aufgespürt und sanktioniert.
Für die Abwicklung laufender Geschäfte mit den Gelisteten gab OFAC die Generallizenzen GG und HH heraus. Am selben Tag veröffentlichte die Behörde zudem die Russland-Lizenz 131K. Sie erlaubt Verhandlungen und bedingte Verträge über den Verkauf der Lukoil International GmbH sowie damit verbundene Wartungsarbeiten.