Drohne trifft Tanker vor Omans Hafen Sohar
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Die britische Marinebehörde UKMTO stuft den Vorfall als Angriff ein, Indiens Schifffahrtsminister vermisst zwei Seeleute. Wer die Drohne gestartet hat, sagt bisher keine Behörde.
SicherheitspolitikVor dem omanischen Hafen Sohar ist am Sonntag ein Tanker von einer Drohne getroffen worden; zwei indische Seeleute werden vermisst. Die britische Marinebehörde UKMTO hat den Vorfall in der Warnung 165-26 am Sonntagabend als Angriff eingestuft, nachdem bestätigt worden sei, dass der Tanker in der Nähe des Ankerplatzes von Sohar von einem unbemannten Luftfahrzeug getroffen wurde. Örtliche Behörden helfen nach UKMTO bei der Evakuierung der Besatzung; Schäden und Folgen für die Umwelt waren zum Zeitpunkt der Meldung unbekannt. Den Namen des Schiffes nennt UKMTO nicht.
Ihn nannte der indische Minister für Häfen, Schifffahrt und Wasserwege, Sarbananda Sonowal. Auf X schrieb er am Sonntag, der Tanker „MT Petro Dolphin“ mit elf indischen Seeleuten an Bord sei am 11. Oktober am Ankerplatz von Sohar von einer Drohne angegriffen worden. Neun der indischen Besatzungsmitglieder seien gerettet und in Sicherheit, zwei würden vermisst. Die örtliche Küstenwache suche nach ihnen, Indien stimme sich mit allen zuständigen Stellen ab.
Einen Urheber nennen weder UKMTO noch Sonowal. Das Fachblatt Maritime Executive wertete den Angriff am 11. Oktober als mutmaßlich iranischen Schlag fern der Straße von Hormus und hebt hervor, dass er vor der Küste eines neutralen Staates geschah. Nach dem Blatt ist die „Petro Dolphin“ ein Küstentanker von 4.000 Tonnen Tragfähigkeit aus dem Jahr 2004, in emiratischem Besitz und Betrieb; der Eintrag in der Schiffsdatenbank Equasis deute auf eine falsche Flagge Nicaraguas hin, ein AIS-Signal sei seit Mai nicht mehr empfangen worden.
Am selben Tag meldete Sonowal einen zweiten Treffer mit indischer Besatzung: Der unter der Flagge der Marshallinseln fahrende Tanker „Valthera“ sei in der Straße von Hormus von einem unbekannten Geschoss getroffen worden, an Bord sei ein Feuer ausgebrochen, alle elf indischen Seeleute seien in Sicherheit. Welche Angriffe UKMTO seit Monatsbeginn in der Meerenge verzeichnet hat und was Iran dazu erklärt, steht im Überblick zu den Schiffsangriffen im Oktober.
Offen sind das Schicksal der beiden Vermissten, die Zahl aller Menschen an Bord und eine Stellungnahme Omans. Stand ist Montag, der 12. Oktober 2026, Mittag.