Getreidefrachter sinkt in rumänischer Wirtschaftszone, zwei Tote
Bukarest bestätigt Brand und Untergang rund 30 Seemeilen südlich von Sfântu Gheorghe. Selenskyj macht zwei russische Drohnen verantwortlich; die rumänischen Behörden tun das nicht.
Am 5. Oktober 2026 ist in der rumänischen ausschließlichen Wirtschaftszone ein Handelsschiff nach einem Brand gesunken. Das Ministerium für Innere Angelegenheiten in Bukarest teilte mit, elf Besatzungsmitglieder seien gerettet und zwei Tote identifiziert worden.
Die Grenzpolizei der Küstenwache sei gegen 11 Uhr Ortszeit von der Seenotleitstelle MRCC Constanța über das Feuer informiert worden, rund 30 Seemeilen südlich der Ortschaft Sfântu Gheorghe. Ein Hubschrauber des Generalinspektorats für Luftfahrt habe Verletzte per Winde aufgenommen. Die Mitteilung vom 5. Oktober bezeichnete den Einsatz als noch laufend.
n-tv nennt den Frachter Royad Mammadov. Er habe in der rumänischen Wirtschaftszone gelegen und sei 30 Seemeilen vom Fischereihafen Sfântu Gheorghe entfernt gesunken. Eine Sprecherin der Marinebehörde sagte, drei der geretteten Besatzungsmitglieder seien verletzt worden, die acht weiteren seien wohlauf.
Präsident Wolodymyr Selenskyj schrieb auf X von einem schrecklichen Angriff zweier russischer Drohnen auf ein ziviles Schiff in neutralen Gewässern. Das Schiff habe der Türkei gehört und Mais geladen; an Bord seien aserbaidschanische und indische Staatsangehörige gewesen. Der Kapitän sei getötet, das Schicksal einer weiteren Person werde noch geklärt. Elf Besatzungsmitglieder seien gerettet, einer verletzt.
Die rumänischen Behörden haben die Drohnenursache nicht bestätigt. Die Tagesschau gibt die amtliche Lage wieder und vermerkt, rumänische Medien hätten von einem Drohnentreffer berichtet. Die dpa schreibt, eine amtliche Bestätigung dafür habe es zunächst nicht gegeben.
Selenskyj schrieb, die Ukraine habe wiederholt konkrete Schritte zur Deeskalation und zur Sicherheit im Schwarzen Meer vorgeschlagen, ebenso Drittstaaten. Die Tagesschau gibt ihn mit den Worten wieder: „Doch Russland entscheidet sich konsequent für Terror und das Versenken ziviler Schiffe anstelle einer normalen Seeschifffahrt.“
Die Tagesschau schreibt, Medienberichten zufolge solle es sich um ein türkisches Schiff handeln, das mit Getreide auf dem Weg nach Italien war. Die dpa spricht von unbestätigten Medienberichten. Al Jazeera spricht von einem Getreideschiff, das in der rumänischen Wirtschaftszone in Brand geraten und gesunken sei; das Innenministerium habe die Ursache des Feuers nicht benannt.
Nach n-tv zerstörte im August ein rumänischer F-16-Kampfjet eine Seedrohne in der Nähe eines Offshore-Gasprojekts; Bukarest machte Moskau für den Vorfall verantwortlich. Im Juni explodierte demnach eine ukrainische Seedrohne im Schwarzmeerhafen Constanța; Kiew erklärte, russische Störsignale hätten sie vom Kurs gebracht.