Putin empfängt Irans Sicherheitschef im Kreml
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Mohsen Rezaei übergibt eine Botschaft von Oberstem Führer Mojtaba Khamenei. Der Kreml bestätigt das Treffen; Putins angeblich offene Hilfszusage stammt nur aus Rezaeis Darstellung.
GeopolitikPräsident Wladimir Putin hat am Donnerstag im Kreml den Sekretär des Obersten Nationalen Sicherheitsrats Irans, Mohsen Rezaei, empfangen. Das teilt der Kreml mit. Rezaei übergab demnach eine Botschaft des Obersten Führers Mojtaba Khamenei. Gesprochen wurde laut der Mitteilung über den Stand der bilateralen Beziehungen und ihre Perspektiven unter dem Vertrag über die umfassende strategische Partnerschaft sowie über die Lage am Golf und im Nahen Osten. Den Inhalt der Botschaft nennt der Kreml nicht.
Nach Angaben von TASS vom 5. November nahmen Putins Berater Juri Uschakow und der Chef des Militärgeheimdienstes GRU, Igor Kostjukow, an dem Treffen teil. Es fand im Senatspalast der Präsidialverwaltung statt; der Kreml veröffentlichte Bildmaterial.
Nach dem Treffen sagte Rezaei laut Iran International vom 5. November und Al Jazeera vom 6. November dem iranischen Staatsfernsehen, Putin habe den Krieg als ungerecht bezeichnet und Hilfe zugesagt, um ihn so schnell wie möglich zu beenden. Nach Rezaeis Wiedergabe sei Putin bereit, auf jede Weise zu kooperieren, die dazu beitrage. Das ist die Darstellung Rezaeis; der Kreml-Text enthält diese Formulierung nicht. Eine amerikanische Reaktion auf das Treffen liegt in den geprüften Quellen nicht vor.
Rezaei habe Putin zudem über das Vierertreffen in Teheran mit Saudi-Arabien, Pakistan und der Türkei unterrichtet; Putin habe regionale Sicherheitsarrangements ohne Einmischung fremder Staaten begrüßt, so Rezaei laut Iran International. Nach Al Jazeera ging es auch um eine Gaspipeline von Russland nach Iran. Am Golf hält Teheran weiter an seinen sieben Bedingungen fest; ohne deren Erfüllung werde weder die Straße von Hormus geöffnet noch verhandelt, sagte Rezaei laut Al Jazeera.
Putin hatte Iran bereits am 8. Oktober gegenüber Präsident Massud Peseschkian Hilfe bei der Kriegsbeilegung zugesagt. Ob die Kreml-Mitteilung vom Donnerstag darüber hinausgehende Zusagen enthält, lässt sich aus dem veröffentlichten Text nicht ablesen.