USA ziehen alle B-1-Bomber von RAF Fairford ab
Das Pentagon bestätigte am 4. Oktober die Rückkehr auf Heimatstützpunkte in den Vereinigten Staaten. Premier Andy Burnham sieht starke Hinweise auf Iran; Teheran weist das zurück.
Die Vereinigten Staaten haben alle auf dem britischen Luftwaffenstützpunkt RAF Fairford stationierten Bomber auf Heimatbasen in den Vereinigten Staaten zurückgeholt. Ein Beamter des US-Verteidigungsministeriums bestätigte den Abzug am 4. Oktober 2026; betroffen ist die amerikanische Langstreckenpräsenz, von der aus Maschinen gegen iranische Raketenstellungen geflogen waren, die Schiffe in der Straße von Hormus angegriffen hatten.
„Wir können nun bestätigen, dass alle US-Bomber, die auf dem Stützpunkt RAF Fairford stationiert waren, wieder an ihre Heimatstützpunkte in den Vereinigten Staaten zurückgekehrt sind“, teilte der Beamte der Tagesschau und n-tv auf Anfrage mit. Die FAZ schreibt, nach eigenen Angaben der USA handele es sich um zwölf B-1-Bomber; die Tagesschau stützt die Zahl ebenfalls auf US-Angaben, Reuters nennt ein Dutzend Maschinen. n-tv vermerkt, das Pentagon habe einen Zusammenhang mit den Festnahmen Ende September nicht bestätigt.
Aus Gründen der operativen Sicherheit habe das Ministerium Bewegungen von Kräften zuvor nicht in Echtzeit kommentieren können, hieß es in derselben Mitteilung. n-tv gibt den Zusatz wieder, die Piloten der amerikanischen Bomberflotte, darunter B-1, B-2 und B-52, seien weiterhin bereit, präzise globale Angriffe durchzuführen. Al Jazeera zitiert denselben Sprecher mit dem Hinweis, das schließe Einsätze ein, die vom amerikanischen Festland starten und dort landen.
Die britische Regierung hatte den USA erlaubt, von Fairford Bomber gegen iranische Raketenstellungen starten zu lassen, von denen aus Schiffe in der Straße von Hormus angegriffen worden waren. Das steht so in Tagesschau, FAZ und Reuters. n-tv schreibt, die US-Streitkräfte hätten im März weitere Langstreckenbomber nach Großbritannien verlegt; die FAZ datiert die Verlegung von Langstreckenbombern nach Fairford auf denselben Monat. Das Verteidigungsministerium in London bestätigte nach beiden Berichten die Nutzung britischer Stützpunkte für „spezifische Verteidigungsoperationen“ im Iran-Krieg.
Eine Woche vor der Bestätigung des Abzugs nahm die britische Polizei in der Nacht zum 27. September fünf Männer nahe des Stützpunkts in Gloucestershire fest. Sie stehen im Verdacht, eine terroristische Tat vorbereitet und gegen das Sprengstoffgesetz verstoßen zu haben. Die Tagesschau und die FAZ berichten von drei verdächtigen Fahrzeugen und rund 85 evakuierten Haushalten.
Die Festgenommenen sind nach Polizeiangaben britische Staatsbürger im Alter von 23 bis 25 Jahren mit Wohnsitz in London. Der Leiter der Anti-Terror-Polizei, Laurence Taylor, sagte laut Tagesschau, die Männer seien unter Auflagen aus dem Gewahrsam entlassen worden; die Ermittlungen dauerten an, einschließlich der Möglichkeit, dass Stellvertreter wissentlich oder unwissentlich im Auftrag eines fremden Staates gehandelt hätten. Die Polizei fand nach Tagesschau, n-tv und FAZ keine improvisierten Sprengsätze, wohl aber Benzin.
Am folgenden Donnerstag wurde in London ein britisch-iranischer Staatsbürger festgenommen, verdächtigt, einen Terroranschlag geplant zu haben. Die Tagesschau schreibt, alle sechs Verdächtigen seien inzwischen wieder auf freiem Fuß. Die BBC nennt den sechsten Mann 25 Jahre alt und datiert die Haftentlassung auf Samstag.
Premierminister Andy Burnham sagte der BBC am 30. September: „Es gibt starke Hinweise darauf, dass Iran eine Rolle bei den Ereignissen gespielt hat, die sich an diesem Wochenende auf dem Stützpunkt der Royal Air Force in Fairford zugetragen haben.“ Tagesschau und FAZ geben das Interview wieder. Burnham fügte laut Associated Press hinzu, es bleibe eine laufende, komplexe und ernste polizeiliche Ermittlung, in der London eng mit den Vereinigten Staaten zusammenarbeite.
Iran weist eine Beteiligung zurück. Die iranische Botschaft in London nannte die Mutmaßungen nach der Tagesschau Spekulationen, die keinem anderen Zweck dienten, „als die antiiranische Propaganda im Vereinigten Königreich weiter anzuheizen“. Reuters und die FAZ schreiben, Teheran habe die Vorwürfe als unbegründet bezeichnet und den britischen Botschafter einbestellt.
Präsident Donald Trump sagte nach Tagesschau und FAZ, die Festgenommenen hätten „großen Schaden“ anrichten wollen: „Wir hatten sie schon lange im Blick und haben sie geschnappt.“ Außenminister Marco Rubio sprach laut der FAZ von den „Händen eines ausländischen Akteurs“. n-tv schreibt von einer Beteiligung eines „ausländischen Akteurs“; Reuters hat den englischen Wortlaut „hands of a foreign actor“.
Die Islamische Revolutionsgarde hatte Großbritannien nach der Tagesschau im Juli davor gewarnt, US-Bombern den Abflug von Fairford zu gestatten. Die FAZ schreibt, die Garde habe den Stützpunkt im Juli deshalb als legitimes Ziel bezeichnet.