Bundestag verlängert Aspides-Einsatz um ein Jahr
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Bis zu 350 Soldatinnen und Soldaten dürfen weiter Handelsschiffe gegen Angriffe der Huthi schützen, im Einsatzgebiet liegt auch die Straße von Hormus. 421 Abgeordnete stimmen zu.
SicherheitspolitikDie Bundeswehr kann sich bis Ende Oktober 2027 weiter an der EU-Operation Eunavfor Aspides im Roten Meer beteiligen. Der Bundestag hat den Antrag der Bundesregierung am 15. Oktober 2026 in namentlicher Abstimmung angenommen, wie aus dem Textarchiv des Bundestages hervorgeht. Von 577 Abgeordneten stimmten 421 dafür, 66 dagegen, 90 enthielten sich. Die Obergrenze bleibt bei 350 Soldatinnen und Soldaten. Die Abstimmung lief von 17.08 bis 17.30 Uhr.
Das Einsatzgebiet umfasst nach Angaben des Bundestages die Meerenge Bab al-Mandab und die Straße von Hormus sowie die internationalen Gewässer im Roten Meer, im Golf von Aden, im Arabischen Meer, im Golf von Oman und im Persischen Golf. In Hoheitsgewässern darf die Bundeswehr nur mit Zustimmung des jeweiligen Anrainerstaats tätig werden. Zu den Aufgaben gehören der Schutz und die Begleitung von Schiffen, ein Lagebild mit Aufklärung aus der Luft und der Austausch von Hinweisen auf verdächtige Aktivitäten an Unterseekabeln und -leitungen.
Die Bundesregierung begründet den Einsatz mit den Angriffen der Huthi auf die Schifffahrt seit Mitte November 2023. Die Route durch das Rote Meer sei „die kürzeste Verbindung zwischen Asien und Europa“, über die vor den Angriffen 15 Prozent des weltweiten Seehandels liefen. Die Zusatzkosten beziffert sie bis Ende Oktober 2027 auf rund 18,9 Millionen Euro. Grundlage ist die Beschlussempfehlung des Auswärtigen Ausschusses zum Antrag 21/8294.
Den Antrag der Bundesregierung beschreibt unser früherer Bericht.