Donnerstag, 15. Oktober 2026


AUSSENLAGE

Geopolitik

CNN: USA planen Schläge mit Riesenbombe gegen Iran

Das Militär hat nach einem Bericht des Senders Optionen ausgearbeitet, die den Einsatz der größten nichtnuklearen Bombe gegen Energieanlagen und die Atomanlage Pickaxe Mountain vorsehen. Bestätigt ist das nicht; Weißes Haus und Pentagon kommentieren keine Planungen.

Das US-Militär hat nach einem Bericht von CNN vom 15. Oktober 2026 neue Angriffspläne gegen Iran ausgearbeitet, die den Einsatz der Bombe GBU-43/B vorsehen, bekannt als „Mother of All Bombs“ (MOAB). Ziele wären Irans Energieinfrastruktur und Atomanlagen, sollte Präsident Donald Trump die Wiederaufnahme der Kampfhandlungen anordnen, vor oder nach den Zwischenwahlen. Der Sender beruft sich auf mehrere US-Vertreter, die mit den Planungen vertraut seien. Der Artikel des Reporters Zachary Cohen erschien um 6.01 Uhr MESZ; eine Bestätigung der US-Regierung gibt es nicht.

Nach dem Bericht hat Trump das Militär angewiesen, zusätzliche Angriffspakete mit „a lot of energy infrastructure“ vorzubereiten. Eine Quelle zitiert CNN mit der Formulierung, der Angriff solle „prior to US retrograde in CENTCOM AOR“ erfolgen, also vor einem Rückzug aus dem Einsatzgebiet des Zentralkommandos. Eine zweite Quelle sagte dem Sender, auch die Pläne für Atomanlagen wie Pickaxe Mountain sähen die MOAB ausdrücklich vor. Ob die Bombe dort wirkt, bezweifeln laut CNN mehrere Gesprächspartner: Sie zerstöre eine Fläche von neun Häuserblocks, dringe aber vermutlich nicht tief genug in den Granit über der Anlage ein. Ein Insider nennt sie eine Waffe für „information operation“.

Ein Vertreter des Weißen Hauses sagte CNN, man äußere sich nicht zu sensiblen Militärplänen, die es geben möge oder nicht. „President Trump keeps all options on the table to ensure that Iran can never have a nuclear weapon.“ Das Pentagon teilte dem Sender mit, es plane für „a wide range of operational scenarios“, um Vorgaben des Präsidenten und des Ministers umzusetzen. Eine Reaktion der iranischen Regierung auf den Bericht fand die Redaktion bis zum Morgen nicht.

Trump selbst hatte am Abend des 13. Oktober bei einer Kundgebung in Alaska gesagt: „Wait til you see what we do to Iran“ (unser Bericht). Am 8. Oktober hatte er erklärt, Iran vor dem 3. November nicht anzugreifen (unser Bericht). Irans Sicherheitsratssekretär Mohsen Rezaei hatte am 11. Oktober die US-Antwort auf Teherans Bedingungen zu Hormus unzureichend genannt (unser Bericht).