Donnerstag, 15. Oktober 2026


AUSSENLAGE

Geopolitik

Musk schiebt Starshield-Tempolimit Trump zu

Über Grenzen für das militärische Starlink-Paket der Ukraine entschieden das US-Militär und der Präsident, schreibt der SpaceX-Chef. Kiew meldet, das zivile Netz laufe wieder bis 160 Kilometer pro Stunde, und verlangt das Ende der Drosselung.

Elon Musk weist die Verantwortung für das Tempolimit bei den Starshield-Terminals der ukrainischen Armee der US-Regierung zu. „Starshield systems are owned and controlled by the US government. Any limits on speed or usage are decided by the US military and ultimately POTUS“, schrieb der SpaceX-Chef am 14. Oktober 2026 um 21.00 Uhr MESZ auf X. Starlink dagegen sei ein kommerzieller Dienst, den SpaceX besitze und kontrolliere; seine Nutzung sei auf zivile oder defensive Zwecke beschränkt.

Musk antwortete damit auf den ukrainischen Verteidigungsminister Mychajlo Fedorow. Der hatte um 20.06 Uhr MESZ auf X gemeldet, die Starlink-Verbindung bei Geschwindigkeiten bis 160 Kilometer pro Stunde werde wiederhergestellt. Das Tempolimit von Starshield ganz aufzuheben, sei nun „entscheidend“ für die Verteidigung der Ukraine, schrieb Fedorow und dankte Musk. Wer das Limit für Starshield angeordnet hat, sagte Musk nicht.

Präsident Wolodymyr Selenskyj sagte nach einem Bericht des Guardian vom 14. Oktober in der Sendung von Piers Morgan, er fühle sich von Trump verraten. Auf die Frage, ob er sich verraten fühle, habe er geantwortet: „Really, yes“. Selenskyj äußerte sich in London vor einem Treffen mit Premierminister Andy Burnham.

Hinzu kommt der Streit um Warnungen vor russischen Raketen. Selenskyj sagt nach einem Bericht von NPR vom 14. Oktober, die Ukraine habe in den beiden Nächten davor keine Aufklärungsdaten über russische ballistische Raketenangriffe erhalten. Trump bestreitet einen Stopp. „We are helping them and we are sharing intel“, sagte er nach einem Bericht von NPR vom 13. Oktober vor Reportern.

Die Drosselung selbst hatte Präsidentenberater Serhij Beskrestnow am Mittwochmorgen öffentlich gemacht (unser Bericht).