Freitag, 6. November 2026


AUSSENLAGE

Sicherheitspolitik

Deutschland und Litauen vertiefen laut n-tv ihre Militärkooperation

Pistorius und der litauische Verteidigungsminister Robertas Kaunas haben laut n-tv auf der Berliner Sicherheitskonferenz eine Vereinbarung unterzeichnet. Die Panzerbrigade 45 soll bis Ende 2027 voll einsatzfähig sein.

Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) und sein litauischer Amtskollege Robertas Kaunas haben am Mittwoch auf der Berliner Sicherheitskonferenz eine Vereinbarung über eine vertiefte militärische Zusammenarbeit unterzeichnet. Das berichtet n-tv unter Berufung auf die Deutsche Presse-Agentur. Der Behörden Spiegel beschreibt das Dokument als Memorandum of Understanding, das den strategischen Rahmen der Zusammenarbeit vertiefen soll.

Die Konferenz richtet Deutschland in diesem Jahr erstmals mit Litauen als Partnerland aus; Kaunas und Pistorius sollten den zweiten Konferenztag eröffnen, wie das litauische Verteidigungsministerium vorab mitgeteilt hatte. Die Panzerbrigade 45 der Bundeswehr soll nach dem Fahrplan von 2023 bis Ende 2027 mit voller Stärke einsatzbereit sein; das Ministerium in Vilnius nennt 5000 Soldaten, laut n-tv sind es 4800 Soldaten und 200 zivile Mitarbeiter.

Pistorius sagt Verteidigung vom ersten Tag an zu

„Ein Angriff auf Litauen wäre ein Angriff auf uns alle. Und Deutschland wäre vom ersten Tag an bereit, seinen Beitrag zur gemeinsamen Verteidigung zu leisten“, sagte Pistorius laut n-tv (dpa, 4. November). Die Brigade sende eine klare Botschaft der Abschreckung in Richtung Russland. Laut Behörden Spiegel (4. November) sagte der Minister, Deutschland halte damit sein Versprechen an seine Partner.

Kaunas sicherte laut n-tv zu, bis Ende kommenden Jahres werde für die deutsche Brigade alle nötige Infrastruktur fertig sein. Litauen grenzt an die russische Exklave Kaliningrad und an Belarus.