Freuding wird Generalinspekteur der Bundeswehr
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Der Heeresinspekteur übernimmt Anfang Februar 2027 die militärische Spitze der Truppe. Sein Vorgänger Carsten Breuer geht als Vorsitzender des NATO-Militärausschusses nach Brüssel.
SicherheitspolitikGeneralleutnant Christian Freuding, bisher Inspekteur des Heeres, wird neuer Generalinspekteur der Bundeswehr und damit ihr ranghöchster Soldat. Das hat Verteidigungsminister Boris Pistorius (SPD) entschieden, wie das Bundesministerium der Verteidigung am 5. November 2026 in seiner Pressemitteilung 58/2026 mitteilte. Freuding übernimmt die Amtsgeschäfte Anfang Februar 2027 von General Carsten Breuer.
Breuer verlässt den Posten, weil die Alliierten ihn im September zum nächsten Vorsitzenden des NATO-Militärausschusses gewählt haben. Nach Angaben der NATO tritt er das Amt im Sommer 2027 für drei Jahre an; der Ausschuss ist das höchste militärische Gremium des Bündnisses.
Pistorius begründete die Wahl mit dem Umbau der Truppe. „Die Bundeswehr wächst stark auf. Sie ist in der Gesellschaft fest verankert und sie übernimmt mehr Verantwortung innerhalb des NATO-Bündnisses“, heißt es in der Mitteilung des Ministeriums. Dafür brauche sie eine „starke, kluge und überzeugende Führungspersönlichkeit an ihrer Spitze“.
Als Beleg nannte der Minister Freudings Arbeit seit Beginn des russischen Angriffskriegs. 2022 übernahm Freuding die Leitung des Sonderstabs Ukraine im Ministerium und stimmte damit die deutsche militärische Unterstützung für Kiew ab. Von 2023 bis 2025 leitete er den neu geschaffenen Planungs- und Führungsstab, im Oktober 2025 beauftragte Pistorius ihn mit der Führung des Heeres. Dort habe er dafür gesorgt, dass das erste Drohnenregiment im Heer aufgestellt wird, so Pistorius.
Freuding ist Heeresaufklärer und studierter Politikwissenschaftler. Er war Kompaniechef, Bataillons- und Brigadekommandeur, diente in Bosnien und Herzegowina und in Afghanistan und war von 2017 bis 2019 Adjutant der Verteidigungsministerin, laut tagesschau vom 5. November 2026 der damaligen Ministerin Ursula von der Leyen. Einer breiteren Öffentlichkeit wurde er nach Angaben von n-tv vom selben Tag durch Video-Podcasts bekannt.