EU öffnet zweite SAFE-Runde über 21,3 Milliarden Euro
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Die Kommission ruft die Mitgliedstaaten auf, Luftabwehr, Drohnen und Munition zu priorisieren und gemeinsam mit der Ukraine zu beschaffen.
SicherheitspolitikDie EU-Kommission hat die zweite Runde des Verteidigungsinstruments SAFE (Security Action for Europe) eröffnet und stellt dafür 21,3 Milliarden Euro an Krediten bereit. Der Aufruf steht allen Mitgliedstaaten offen, teilte die Generaldirektion für Verteidigungsindustrie und Weltraum am Donnerstag mit. Haben die Staaten ihre gewünschten Beträge eingereicht, will die Kommission ihnen binnen zwei Wochen nach Ablauf der Frist die vorläufigen Zuteilungen mitteilen.
Neben ihren nationalen Verteidigungsprioritäten sollen die Mitgliedstaaten die Mittel nach dem Willen der Kommission nutzen, um die Zusammenarbeit mit der Ukraine zu stärken, indem sie gemeinsame Beschaffungen mit dem Land in ihre Investitionspläne aufnehmen. Vorrang sollen die dringenden Bedarfe der ukrainischen Streitkräfte und der Armeen der Mitgliedstaaten bei Luft- und Raketenabwehr, Drohnen und Drohnenabwehr sowie Munition und Raketen haben.
Die neuen Mittel stammen aus dem im Mai 2025 beschlossenen SAFE-Paket über 150 Milliarden Euro an langlaufenden Krediten. Im November 2025 hatten die Mitgliedstaaten ihre Pläne eingereicht, einige beantragten dabei nach Angaben der Kommission geringere Beträge als ursprünglich vereinbart. Die EU hat inzwischen die Kreditvereinbarungen aller 19 teilnehmenden Mitgliedstaaten gebilligt, 16 davon hat die Kommission bereits unterzeichnet. Ausgezahlt hat sie bislang knapp 13,5 Milliarden Euro an elf Staaten, die eine Vorfinanzierung beantragt hatten.
SAFE ist Teil der Initiative Readiness 2030 und soll Investitionen in Verteidigungsfähigkeiten beschleunigen und die europäische Rüstungsindustrie durch mehr Zusammenarbeit und gemeinsame Beschaffung stärken.