Iran macht Raketenmanager zum Verteidigungsminister
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Mehrdad Akhlaghi Ketabchi steht seit 2007 auf der UN-Sanktionsliste, als Chef eines Unternehmens des Raketenprogramms. Das Parlament bestätigt ihn laut der Agentur Tasnim mit Mehrheit, Zahlen nennt Radio Free Europe.
GeopolitikIrans Parlament hat Mehrdad Akhlaghi Ketabchi am 18. Oktober 2026 zum neuen Verteidigungsminister bestätigt. Die Abgeordneten stimmten in einer Online-Sitzung unter Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf mehrheitlich für ihn, meldete die halbamtliche Nachrichtenagentur Tasnim. Er folgt auf den verstorbenen General Aziz Nasirzadeh und ist laut Tasnim der 15. Verteidigungsminister der Islamischen Republik.
Der Sanktionsausschuss des UN-Sicherheitsrats führt Akhlaghi Ketabchi seit dem 24. März 2007 unter der Kennung IRi.020. Gelistet wurde er im Anhang I der Resolution 1747 als Person, die an Atom- oder ballistischen Raketenaktivitäten beteiligt ist, und zwar als Chef der Shahid Bagheri Industrial Group, die wegen ihrer Rolle im Raketenprogramm sanktioniert ist (UN-Sanktionsausschuss).
Nach einem Bericht von Radio Free Europe/Radio Liberty vom 18. Oktober erhielt er 237 Ja- und 15 Nein-Stimmen bei 277 abgegebenen Stimmen. Vor der Abstimmung habe er gewarnt, Iran werde auf einen weiteren Angriff der USA und Israels mit einer Antwort reagieren, die er “surprising and extensive” nannte. Laut RFE/RL leitete er früher die Organisation der Luft- und Raumfahrtindustrie, auch die USA haben ihn sanktioniert.
Nasirzadeh war nach dem RFE/RL-Bericht bei den ersten Angriffen der USA und Israels auf Iran am 28. Februar getötet worden; seither hatte Madschid Ebn al-Resa das Ministerium kommissarisch geführt. Zum Stand der Verhandlungen über Hormus siehe unser Bericht.