Minenabwehr im Schwarzen Meer soll Seekabel überwachen
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Bulgarien, Rumänien und die Türkei erweitern den Auftrag ihres gemeinsamen Verbands. Beginnen kann die Überwachung erst, wenn Ankara ratifiziert hat.
GeopolitikDie gemeinsame Minenabwehrgruppe Bulgariens, Rumäniens und der Türkei im Schwarzen Meer soll künftig auch Unterwasserinfrastruktur wie Pipelines und Seekabel überwachen. Das sagte der Befehlshaber der bulgarischen Marine, Konteradmiral Kiril Michailow, am Dienstag in Warna, wie die staatliche Nachrichtenagentur BTA berichtet. Eine Ergänzung der Absichtserklärung der drei Staaten sei auf politischer Ebene bereits unterzeichnet.
Jedes Land muss nach Michailows Angaben nun offiziell melden, was es als kritische Infrastruktur einstuft, von Gas- und Ölleitungen bis zu Glasfaser- und Stromverbindungen. Die Überwachung beginnt erst, wenn das türkische Parlament die Dokumente ratifiziert hat. Einen Termin dafür nannte Michailow nicht.
Bei der eben beendeten zwölften Mission fanden die Schiffe laut BTA den Startmotor einer Luft-Boden-Rakete und ein Drohnenteil, beide ohne Hinweis auf ihre Herkunft. Das Drohnenteil wurde an Ort und Stelle zerstört. Seit Jahresbeginn hat die bulgarische Marine nach Michailows Worten mehr als 100 Drohnen und Drohnenreste entdeckt, berichtet die Sofia Globe. Die nächste Mission ist vom 6. bis 18. November geplant. Zuletzt hatten Drohnen einen Frachter vor der bulgarischen Küste versenkt, Sofia will sich seither enger mit Rumänien und der Türkei abstimmen.