Rumänien will Abwehr von Drohnen und Minen im Schwarzen Meer beschleunigen
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Der Oberste Verteidigungsrat setzt Seeüberwachung, Minenräumung und Drohnenabwehr als Prioritäten. Beträge und Beschaffungen nennt das Communiqué nicht.
SicherheitspolitikRumänien will nach den Drohnenangriffen auf Handelsschiffe vor seiner Küste seine Fähigkeiten zur Seeüberwachung, zur Bekämpfung von Seeminen und zur Abwehr von Drohnen beschleunigt ausbauen. Diese Prioritäten hat der Oberste Verteidigungsrat CSAT am Donnerstag unter Vorsitz von Präsident Nicușor Dan festgelegt, wie aus dem Communiqué der Präsidialverwaltung hervorgeht, das die Staatsagentur Agerpres im Wortlaut verbreitet hat. Gemeint sind Drohnen, die unerlaubt in den rumänischen Luft- und Seeraum eindringen.
Der Rat befasste sich vorrangig mit Verletzungen des Luftraums und mit Drohnentreffern auf Handelsschiffe in und nahe den rumänischen Hoheitsgewässern. Diese Entwicklungen wertet er als direkte Folge der russischen Aggression über die Grenzen der Ukraine hinaus. Für Rumänien habe die Krise unmittelbare Folgen; nötig seien konkrete Maßnahmen zum Schutz von Menschenleben, für den freien Zugang zu den Häfen und für die Sicherheit der Energieanlagen in der ausschließlichen Wirtschaftszone.
Die Behörden sollen laut Communiqué regelmäßig gemeinsame Übungen abhalten, die Einsatzpläne sollen laufend aktualisiert werden. So sollen sich Zwischenfälle bewältigen lassen, die Schifffahrt, Wirtschaftsanlagen und Meeresumwelt zugleich treffen. Beträge, Stückzahlen oder einen Zeitplan nennt das Communiqué nicht.
Zugleich will Bukarest die Abstimmung in der Nato vertiefen, auch um Abschreckung und Verteidigung an der Ostflanke zu stärken. Grundlage sollen die Schlussfolgerungen des Nordatlantikrats vom 20. Oktober sein, der auf Initiative Rumäniens zusammengekommen war. Nach jener Sitzung hatte die Allianz zusätzliche Kräfte ins Schwarze Meer angekündigt, darunter Mittel zur Überwachung und Aufklärung.
Mit den anderen Anrainerstaaten in der Allianz will Rumänien enger zusammenarbeiten. Das Drehkreuz für Sicherheit im Schwarzen Meer, das im Rahmen der Schwarzmeerstrategie der EU entsteht, soll nach dem Willen des Rats möglichst schnell arbeitsfähig werden. Besser nutzen will Bukarest auch die gemeinsame Minenabwehrgruppe MCM Black Sea, deren Rolle nach Darstellung des Communiqués 2026 auf den Schutz kritischer Infrastruktur ausgeweitet worden sei. Bulgarien, Rumänien und die Türkei hatten vereinbart, dass der Verband künftig auch Seekabel und Pipelines überwachen soll.