Russischer Nachtangriff tötet vier Menschen in Kyjiw und bei Charkiw
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Die ukrainische Luftwaffe zählt 186 Kampfdrohnen und Iskander-K-Marschflugkörper. Die Bilanz ist vorläufig, am Morgen waren noch Drohnen in der Luft.
SicherheitspolitikRussland hat die Ukraine in der Nacht zum Mittwoch mit Iskander-K-Marschflugkörpern und 186 Kampfdrohnen vom Typ Shahed angegriffen, 88 davon mit Strahlantrieb. Das teilte die ukrainische Luftwaffe auf Telegram mit. Bis 8.30 Uhr Kyjiwer Zeit wehrte die Luftverteidigung nach vorläufigen Angaben 150 Drohnen ab, darunter 63 mit Strahlantrieb; zehn Drohnen waren zu diesem Zeitpunkt noch in der Luft. Treffer meldete die Luftwaffe an 27 Orten, an 13 weiteren schlugen Trümmer abgefangener Flugkörper ein. Wie viele Marschflugkörper Russland einsetzte, nannte sie nicht.
In Kyjiw traf ein Flugkörper im Stadtbezirk Swjatoschyn ein 24-stöckiges Wohnhaus auf Höhe des 20. Stockwerks, schrieb Bürgermeister Vitali Klitschko auf Telegram. In einer Wohnung brach ein Feuer auf rund 70 Quadratmetern aus; beim Räumen der Trümmer fanden Rettungskräfte zwei Tote, teilte der staatliche Katastrophenschutz DSNS mit. Im Bezirk Desna brannten im Hof eines Hochhauses sieben geparkte Autos.
In Korotytsch bei Charkiw kamen nach Angaben des Chefs der Gebietsverwaltung, Oleh Synjehubow, eine 81 Jahre alte Frau und ein 83 Jahre alter Mann ums Leben, als Drohnen den Ort angriffen. Elf Menschen erlitten nach seinen Angaben auf Telegram eine akute Stressreaktion, darunter ein zwei Monate alter Junge und ein achtjähriges Mädchen. Rettungskräfte bargen die beiden Toten nach Angaben des DSNS aus den Trümmern eines Hauses. In seiner Tagesbilanz zählt Synjehubow in Korotytsch 21 beschädigte Privathäuser.
Der Katastrophenschutz meldete am Morgen außerdem einen Treffer in Krementschuk, wo ein Gebäude der Mychajlo-Ostrohradskyj-Universität in Brand geriet und zwei Menschen verletzt wurden, darunter ein 16 Jahre altes Kind, sowie Brände in Poltawa (DSNS). Zuletzt hatte ein russischer Großangriff die Energieversorgung in elf Regionen getroffen.
Die Angaben stammen von ukrainischen Behörden und sind vorläufig. Nach ihrer Zwischenbilanz meldete die Luftwaffe weiter anfliegende Drohnen, unter anderem über dem Gebiet Dnipropetrowsk.