Mittwoch, 21. Oktober 2026


AUSSENLAGE

Geopolitik

Putin empfängt Witkoff, Russland lässt Hubbard frei

Der US-Sondergesandte bringt Dokumente zur Ukraine-Regelung nach St. Petersburg. Themen sind auch Wirtschaftskontakte und Iran; Peskow will die Ergebnisse abwarten.

Präsident Wladimir Putin hat am Mittwoch den US-Sondergesandten Steve Witkoff im Konstantinpalast in St. Petersburg empfangen. Laut der Kreml-Mitschrift dankte Witkoff zu Beginn für die Freilassung des US-Bürgers Stephen Hubbard; Putin erklärte, Hubbard befinde sich am Flughafen Pulkowo. An der Begegnung nahmen Präsidialassistent Jurij Uschakow und der Sonderbeauftragte Kirill Dmitrijew teil.

Witkoff nannte die Gespräche vom Vortag in Oslo produktiv und brachte laut derselben Mitschrift Dokumente mit Ansätzen zur Ukraine-Regelung mit. Er bat Putin, die Wiederaufnahme dreiseitiger technischer Gespräche zwischen Russland, den USA und der Ukraine zu prüfen. Putin bot umfangreiche Düngemittellieferungen auf den US-Markt an, verwies auf Dieselpreise, die nach der Lieferzusage um fünf bis sechs Prozent gesunken seien, und wollte über eine mögliche Begegnung mit Donald Trump in China sprechen. Bei der Krise um Iran bot er Russlands Hilfe an.

Kremlsprecher Dmitrij Peskow sagte laut RIA Nowosti vom Mittwoch, man solle die Ergebnisse der Kontakte in St. Petersburg abwarten; ob es nach Witkoffs Rückkehr nach Oslo einen weiteren Gesprächsgang gebe, wisse er noch nicht. Die Reise nach Russland hatte Norwegens Ministerpräsident Jonas Gahr Støre nach den Osloer Konsultationen angekündigt.

Hubbard sei ein pensionierter Lehrer aus Michigan und seit 2022 in russischer Haft gewesen, schreibt ABC News am 21. Oktober. Russische Behörden warfen ihm Söldnerdienste vor; das US-Außenministerium führte ihn als zu Unrecht festgehalten. Witkoff sagte laut Kreml, er werde Hubbard am Flughafen treffen.