Katz droht mit weiterer Landnahme im Libanon
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Israels Verteidigungsminister will die Sicherheitszone im Süden halten, bis die Hisbollah entwaffnet ist. Schließt sie sich einem iranischen Angriff an, sollen Gebiete um Nabatieh und den Litani hinzukommen.
GeopolitikIsrael will seine Truppen nicht aus der Sicherheitszone im Südlibanon abziehen, solange die Hisbollah nicht im ganzen Land entwaffnet ist. Die Zone umfasse rund 700 Quadratkilometer und reiche von der Mittelmeerküste bis zur Burg Beaufort, zum Ali-Taher-Rücken und an die Ausläufer des Hermon, schrieb Verteidigungsminister Israel Katz am Dienstag auf X. Aus dem Gebiet seien rund 200.000 Bewohner evakuiert worden.
Nach der Wiedergabe von Israel National News wurden in der Zone nach Katz’ Angaben mehr als 60 libanesische Dörfer mit rund 23.000 Häusern zerstört, die der Hisbollah als Stellungen gedient hätten. Die Armee setze die Zerstörung von Infrastruktur über und unter der Erde fort. Unabhängig überprüfen lassen sich die Zahlen nicht.
Katz kündigte zudem an, jeden Beschuss und jeden Drohnenstart gegen israelische Orte mit einem schweren Schlag gegen den Beiruter Vorort Dahiyeh zu beantworten, die Hochburg der Hisbollah. Sollte sich die Miliz einem iranischen Angriff auf Israel anschließen, sei die Armee bereit, ihre Bodenoffensive auf weitere Gebiete um Nabatieh und den Litani auszudehnen. Eroberte Gebiete würden geräumt und dauerhaft in die Sicherheitszone eingegliedert.
Israel und Libanon hatten im Juni ein unter US-Vermittlung geschlossenes Rahmenabkommen unterzeichnet, dennoch meldete die libanesische Nachrichtenagentur zuletzt weitere israelische Angriffe im Süden. Präsident Aoun hatte Militärs zu einem Dreiergespräch nach Tampa geschickt, um ein Ende der Eskalation zu fordern.