Bessent weist Selenskyjs Starlink-Vorwurf zurück
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Der US-Finanzminister mahnt den ukrainischen Präsidenten zur Vorsicht. Am Nachmittag telefoniert Kiew mit Trumps Unterhändlern Witkoff und Kushner über die nächsten Schritte.
GeopolitikUS-Finanzminister Scott Bessent hat den Vorwurf von Wolodymyr Selenskyj zurückgewiesen, die US-Regierung stecke hinter der Drosselung der Starlink-Dienste in der Ukraine. Präsident Donald Trump und Außenminister Marco Rubio hätten klargestellt, dass niemand in der Regierung das veranlasst habe, sagte Bessent am 18. Oktober 2026 in der NBC-Sendung Meet the Press, so die Mitschrift von NBC; CNBC berichtet darüber. Er nannte den Vorwurf leichtfertig und mahnte Selenskyj, mit solchen Aussagen sehr vorsichtig zu sein.
Selenskyj hatte in derselben Sendung gesagt, Kiew vermute hinter der Drosselung eine Botschaft der US-Regierung (unser Bericht). Wer die Beschränkung angeordnet hat, sagte Bessent laut CNBC nicht. CNBC verweist zudem auf einen Beitrag von SpaceX-Chef Elon Musk auf X zu dem Thema; SpaceX äußerte sich gegenüber dem Sender nicht.
Am Nachmittag telefonierte Selenskyj nach eigenen Angaben auf Telegram mit den US-Sondergesandten Steve Witkoff und Jared Kushner. Besprochen worden seien die Ergebnisse des Treffens der Verhandlungsteams in Florida und die nächsten diplomatischen Schritte; zudem informiere Kiew über die russischen Angriffe und die Luftabwehr. Vieles hänge dabei von der Haltung der USA ab, schrieb Selenskyj. In seiner Abendansprache sagte er laut dem Kyiv Independent, es sei auch um Patriot-Systeme gegangen.
Die Weitergabe von US-Warndaten über russische Raketenstarts läuft nach Selenskyjs Angaben in der NBC-Sendung inzwischen wieder. Zur Anordnung der Starshield-Drosselung siehe auch unser Bericht.