Reuters verortet Starshield-Order im Weißen Haus
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Die Anweisung, das Militärnetz der Ukraine zu bremsen, sei aus dem Weißen Haus ans Pentagon gegangen, berichtet die Agentur. Ein hoher US-Vertreter bestreitet, dass Trump das verlangt hat. Selenskyj spricht von einer künstlich gebremsten Abwehr.
GeopolitikPräsident Wolodymyr Selenskyj sieht die ukrainische Luftabwehr weiter durch die Drosselung von Starshield behindert. Seit Beginn des 14. Oktober 2026 bis Donnerstagmorgen um 9 Uhr habe Russland mehr als 850 Schahed-Drohnen eingesetzt, und das genau in der Zeit, in der die Geschwindigkeit der ukrainischen Abwehrfähigkeiten künstlich begrenzt werde, schrieb er am 15. Oktober um 10.39 Uhr MESZ auf Telegram. Es sei wichtig, dass in Amerika alle auf der Seite des Schutzes der Ukraine stünden und nicht auf der Seite des Angreifers. Das Pentagon ging auf Starshield am selben Tag nicht ein: In seiner Mitteilung zum Treffen von Minister Pete Hegseth mit dem britischen Verteidigungsminister Wes Streeting heißt es nur, Hegseth habe Streeting gedrängt, Trumps Ziel eines dauerhaften Friedens in der Ukraine zu unterstützen.
Woher die Anweisung kam, berichtet Reuters. Nach einem Bericht von Reuters vom 15. Oktober erhielt die Spitze des Verteidigungsministeriums eine Nachricht aus dem Weißen Haus, der Starshield-Dienst für das ukrainische Militär müsse verlangsamt werden. Das sagten der Agentur zwei US-Beamte und ein westlicher Beamter, die anonym blieben; wer im Weißen Haus entschied und wer die Anweisung umsetzte, sagten sie nicht. Ein hochrangiger ukrainischer Vertreter sagte Reuters, Kyjiw sei auf Nachfrage im Weißen Haus, im Außenministerium und im Pentagon mitgeteilt worden, es handle sich um eine Entscheidung des Weißen Hauses.
Ein hochrangiger US-Vertreter wies das gegenüber Reuters zurück: Eine solche Bitte habe der Präsident nie gestellt. Ob andere Regierungsmitglieder sie gestellt haben, ließ das Weiße Haus nach dem Bericht offen. SpaceX und das Pentagon antworteten der Agentur nicht.
Streeting sagte nach dem Treffen nach einem Bericht des Independent vom 15. Oktober der BBC, Hegseth habe ihm direkt versichert, der Dienst sei wiederhergestellt. Warum er unterbrochen wurde, sei Großbritannien noch nicht klar. Im Sender Fox News verneinte er nach einem Bericht von Reuters vom 15. Oktober, dass das Pentagon den Dienst eingeschränkt habe, um ukrainische Angriffe auf russische Energieanlagen zu verhindern: Das entspreche nicht seinem Verständnis, über die Ursache hätten sie nicht gesprochen.
Ganz behoben ist die Drosselung nach ukrainischer Darstellung nicht. Eine Quelle im Verteidigungsministerium sagte Reuters, die Terminals arbeiteten in Bewegung wieder, aber nur bis 160 Kilometer pro Stunde. Der ranghöchste ukrainische Diplomat in Washington, Denys Sienik, sagte nach einem Bericht von CNN vom 15. Oktober, die Geschwindigkeiten hätten sich verbessert, seien aber nicht vollständig wiederhergestellt.
SpaceX-Chef Elon Musk hatte die Verantwortung für Tempolimits dem US-Militär und dem Präsidenten zugewiesen (unser Bericht). Die Drosselung selbst beschreibt der Bericht vom 14. Oktober.