Angriff auf Flughafen Riad tötet einen Pakistaner
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Die saudische Luftfahrtbehörde GACA meldet für den Treffer vom Sonntag einen Toten und elf Verletzte. Es war der vierte Angriff auf den Flughafen binnen fünf Tagen, ein Bekenntnis zu diesem Schlag liegt nicht vor.
GeopolitikBeim Angriff auf den Flughafen King Khalid in Riad am Sonntag, dem 11. Oktober 2026, ist ein in Saudi-Arabien lebender Pakistaner getötet worden, elf weitere Menschen wurden verletzt. Das teilte die saudische Zivilluftfahrtbehörde GACA in der Nacht zu Montag in einer Folgeerklärung mit, die die Staatsagentur SPA um 1.14 Uhr Ortszeit verbreitete. Die Verletzten seien sofort in ein Krankenhaus gebracht worden; der Angriff habe zudem Sachschäden verursacht, deren Umfang noch erfasst werde. Getroffen sind Reisende und Beschäftigte eines Flughafens, der seit Samstag gesperrt ist.
Neu sind damit die Opferzahlen, nicht der Treffer selbst. Dass ein Geschoss am Sonntagnachmittag Terminal 4 traf und ein Feuer auslöste, hatte die saudisch geführte Koalition schon am Sonntag gemeldet; die GACA sprach damals nur von Verletzten ohne Zahl, wie unser Bericht zum Flughafen Riad festhielt. Die GACA datiert den Angriff in ihrer Erklärung auf den Nachmittag. Nach Al Jazeera vom 12. Oktober traf der Schlag den Komplex der Terminals 3 und 4 für Inlandsflüge; ein Augenzeuge in einem rollenden Flugzeug schilderte Reuters ein Geschoss, das gegen 20.30 Uhr Ortszeit neben mehreren abgestellten Maschinen auf dem Vorfeld einschlug und ein Feuer auslöste. Ob er denselben Angriff beschreibt, den die GACA meint, lässt sich aus den Quellen nicht klären.
Die Zahlen der vergangenen Tage müssen getrennt gelesen werden. Für den Angriff vom Samstag nannte die GACA nach ihrer Erklärung vom 11. Oktober zwölf Tote und 309 Verletzte. Am Sonntag starb ein verletzter Inder, wie die indische Botschaft in Riad mitteilte, so Gulf News am 11. Oktober; damit zählen Al Jazeera und die Agentur Anadolu am 12. Oktober 13 Tote für Samstag. Die 13 gelten also allein für den Samstag; der Pakistaner vom Sonntag kommt hinzu. Eine aktualisierte GACA-Zahl für Samstag liegt nicht vor.
Al Jazeera zählt vier Angriffe auf den Flughafen binnen fünf Tagen; beim Angriff am Donnerstag starben nach Angaben der GACA mindestens drei Saudis, darunter ein Pilot. Anadolu kommt nach eigener Zählung amtlicher Angaben auf zehn Angriffe gegen fünf saudische Flughäfen zwischen dem 5. und 11. Oktober mit 20 Toten, fünf davon auf Riad. Das ist die Rechnung der Agentur, keine amtliche Bilanz.
Zum Angriff vom Sonntag hat sich niemand ausdrücklich bekannt. Die Huthi hatten am Sonntag nach AFP vom 12. Oktober mehrere Angriffe der vergangenen 24 Stunden reklamiert, darunter auf den Flughafen; Stunden später meldete die Koalition den neuen Treffer. Al Jazeera schreibt, die Huthi hätten die Schläge vor dem Sonntag reklamiert, diesen nicht. Die Reklamation der Angriffe auf Dammam und Aramco-Anlagen steht im Bericht zu Dammam.
Der Flughafen bleibt geschlossen. Die Sperre wurde nach AFP, die sich auf den Dienst Flightradar24 beruft, um 24 Stunden bis Montag, 21 Uhr GMT, verlängert; eine eigene Mitteilung der GACA dazu lag nicht vor. Die Behörde meldete am Sonntagabend zudem einen Angriff auf den Flughafen King Fahd in Dammam, ohne Angaben zu Opfern. Am frühen Montag fing die Koalition nach AFP eine ballistische Rakete der Huthi ab, die auf Chamis Muschait im Süden des Landes gerichtet gewesen sei.
Offen sind die Zahl der Schwerverletzten vom Sonntag, die Identität des Getöteten, der Urheber des Angriffs nach saudischer Darstellung und die Frage, wann der Flughafen wieder öffnet. Stand ist Montag, der 12. Oktober 2026, früher Morgen.