Freuding fordert laut Handelsblatt freien Starshield-Zugang für die Ukraine
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Der Heeresinspekteur appelliert laut Handelsblatt an die USA, Kyjiw das militärische Satellitennetz ungehindert nutzen zu lassen. Zugleich kritisiert er Verzögerungen bei Rüstungsprojekten der Bundeswehr.
SicherheitspolitikHeeresinspekteur Christian Freuding fordert in einem Interview mit dem Handelsblatt vom Samstag von den USA, der Ukraine ungehinderten Zugang zum militärischen Satellitennetz Starshield von SpaceX zu gewähren. Die Ukraine brauche ungehinderten Zugang zu Datenverbindungen und nachrichtendienstlichen Informationen aller ihrer Partner, sagte der Generalleutnant nach einer Zusammenfassung der Nachrichtenagentur dts.
Starshield sei für die Gefechtsführung von höchster Bedeutung, sagte Freuding demnach. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte sich laut dts über Einschränkungen bei der Starshield-Nutzung beklagt; nach einem Reuters-Bericht kam die Anweisung zur Drosselung aus dem Weißen Haus.
Am Samstag meldete die ukrainische Regierung nach Angaben des Guardian eine stabile Verbindung zu Starlink, dem zivilen Netz, auf dessen Technik Starshield beruht, zehn Tage nach Beginn der Einschränkungen. SpaceX-Chef Elon Musk warf wenige Stunden danach dem ukrainischen Militär vor, gegen die Bedingungen des Unternehmens zu verstoßen. Verantwortung für die Beschränkungen übernahmen nach dem Bericht weder Musk noch die US-Regierung, die Starshield betreibt.
Zentrale Rüstungsprojekte der Bundeswehr gehen Freuding laut dts zu langsam. Er wolle kein „Hersteller-Bashing“ betreiben, sagte er dem Handelsblatt laut dts. „Aber zu viele Beschaffungsprojekte liegen hinter dem Zeitplan und unter unserem Qualitätsanspruch.“