Generalstaatsanwaltschaft bestätigt laut dpa Kanisterfund bei Belarussen
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Laut dpa hatten die beiden Männer vier Kanister leicht brennbarer Flüssigkeit dabei. Ziel könnte laut BR eine Bahnstrecke in Franken gewesen sein.
SicherheitspolitikDie zwei Belarussen, die im Raum Nürnberg einen Sabotageanschlag geplant haben sollen, wurden mit vier Kanistern leicht brennbarer Flüssigkeit angetroffen. Das bestätigte die Generalstaatsanwaltschaft München laut dpa. Ziel könnte laut BR die Bahnstrecke bei Langenfeld im Landkreis Neustadt an der Aisch gewesen sein, wo die Männer festgesetzt wurden. Ob Russland hinter dem Plan steht, wollte die Behörde nach diesem Bericht nicht sagen.
Die Ermittlungen hatte die Behörde am Vortag laut BR auf Anfrage bestätigt. Die 39 und 50 Jahre alten Beschuldigten sitzen seit dem 7. Oktober aufgrund von Haftbefehlen des Amtsgerichts Fürth in Untersuchungshaft. Zuerst hatte der „Spiegel“ berichtet.
Nach Angaben der Behörde besteht der dringende Verdacht, dass sich die Männer vor dem 30. September verabredet hatten, gegen Bezahlung und im Auftrag einer fremden Regierung oder Vereinigung ein Gebäude oder eine Einrichtung der kritischen Infrastruktur mit Brandbeschleunigern anzuzünden. Das Ziel bezeichnete die Generalstaatsanwaltschaft als noch nicht näher bekannt. Nach Informationen des BR könnte es sich um eine Bahnstrecke oder eine Stromtrasse gehandelt haben.
Ermittelt wird wegen Verabredung zu einem Verbrechen der Brandstiftung in Tateinheit mit Agententätigkeit zu Sabotagezwecken. Das Verfahren hat die bei der Generalstaatsanwaltschaft angesiedelte Bayerische Zentralstelle zur Bekämpfung von Extremismus und Terrorismus (ZET) von der Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth übernommen. Der Brand sollte laut dpa nicht unerheblichen Sachschaden anrichten, „um die Sicherheit der Bundesrepublik Deutschland zu gefährden“, wie die Behörde mitteilte.
Gegen beide Männer läuft zugleich ein Verfahren in Rumänien. Die rumänischen Behörden haben ihre Auslieferung beantragt; die Auslieferungshaft ist laut BR als Überhaft vorgemerkt, zunächst bleiben die Beschuldigten in Deutschland in Haft. Zum Gegenstand des rumänischen Verfahrens machte die Generalstaatsanwaltschaft keine Angaben.
Nach Informationen des „Spiegel“ sollen die beiden Belarussen in der Nacht zum 14. September an dem Brandanschlag auf einen Industriepark in Brașov beteiligt gewesen sein, in dem auch ein Rüstungsunternehmen produziert. Der rumänische Geheimdienst SRI hatte den Brand Anfang der Woche einem von Russland gesteuerten Sabotagenetz zugeschrieben. Rumänien bemüht sich laut BR um die Auslieferung der beiden Männer sowie eines in Polen inhaftierten Ukrainers. Für die Beschuldigten gilt die Unschuldsvermutung.