Montag, 19. Oktober 2026


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Deutschland

Heil schließt Kandidatur für SPD-Vorsitz nicht aus

Der frühere Arbeitsminister macht eine Bewerbung im ARD-Interview vom Kurs der Partei abhängig. Miersch und Pistorius stützen bereits Klingbeils Wiederwahl.

Der frühere Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) schließt nicht aus, auf dem Sonderparteitag im Januar für den SPD-Vorsitz zu kandidieren. Das sagte er am 18. Oktober 2026 im ARD-Bericht aus Berlin, in dem es um einen programmatischen Kurswechsel der SPD ging, wie der Tagesspiegel nach dpa und Reuters berichtet. Eine Kandidatur machte er davon abhängig, wie sich die SPD in den kommenden Wochen inhaltlich aufstellt.

Heil erhält nach eigenen Worten viele Ermutigungen aus der Partei. Gegen die schwarz-rote Bundesregierung wolle er sich nicht stellen, die SPD müsse Verantwortung übernehmen und zu Kompromissen bereit sein. Fraktionschef Matthias Miersch und Verteidigungsminister Boris Pistorius haben sich bereits für eine Wiederwahl von Parteichef Lars Klingbeil ausgesprochen.

“Ich kann es nicht ausschließen, dass ich antrete”, sagte Heil laut Tagesspiegel vom 18. Oktober. “Wir werden jetzt miteinander sprechen.” Auf die Frage nach dem Unterschied zu Klingbeil sagte er demnach, es gehe ihm nicht darum, “mich von irgendjemandem zu unterscheiden, sondern dass die SPD wieder stärker wird und erkennbar ist”. Mit Blick auf die Koalition: “Es geht nicht darum, durchzuhalten. Diese Regierung darf nicht scheitern, sie muss liefern.”

Heil stammt wie Klingbeil, Miersch und Pistorius aus Niedersachsen. Zum Rücktritt von Bärbel Bas siehe unser Bericht.