Montag, 19. Oktober 2026


AUSSENLAGE

Geopolitik

Rubio warnt vor größerem Krieg zwischen Äthiopien und Eritrea

Der US-Außenminister sieht Truppenaufmärsche auf beiden Seiten der Grenze. Er rät Addis Abeba nach Drohnenangriffen von Separatisten zu einer maßvollen Antwort.

US-Außenminister Marco Rubio fürchtet, dass sich die Spannungen zwischen Äthiopien und Eritrea zu einem größeren Krieg ausweiten. Auf beiden Seiten der Grenze würden Truppen zusammengezogen, sagte Rubio am 17. Oktober 2026 vor Journalisten auf der Joint Base Andrews, wie das Transkript des State Department festhält. Wann immer das in einer solchen Region geschehe, sei die Sorge groß, dass daraus ein breiterer Konflikt werde.

Auslöser sind nach Rubios Darstellung Angriffe von Separatisten in Äthiopien, darunter Drohnenangriffe auf die Hauptstadt, und die äthiopische Reaktion darauf. Er habe vor einigen Tagen persönlich mit der äthiopischen Seite gesprochen und zu einer klugen und maßvollen Antwort geraten, damit kein Krieg entstehe, der andere Länder hineinziehen könnte.

Die Lockerung einiger Sanktionen gegen Eritrea verteidigte Rubio. Es handle sich um sehr kleine Sanktionen, die mit der Lage nichts zu tun hätten. Ziel sei, die Kontakte nach Asmara auszubauen, mit dem Washington in den vergangenen Monaten mehr als üblich kommuniziert habe; als Vermittler müsse man mit beiden Seiten sprechen können. “The last thing the world needs right now is another war”, sagte Rubio laut Transkript.

Zur Vorgeschichte siehe unser Bericht.