Mittwoch, 21. Oktober 2026


AUSSENLAGE

Geopolitik

Selenskyj zeigt sich offen für ein Einfrieren der Front

Im Gespräch mit Fox News nennt der ukrainische Präsident einen Stopp entlang der heutigen Linien einen realistischen Weg zum Kriegsende. Danach will er die USA und Europa um Sicherheitsgarantien bitten.

Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj zeigt sich offen dafür, den Krieg entlang der aktuellen Frontlinien einzufrieren. In der Sendung Fox & Friends fragte ihn Moderator Brian Kilmeade am Mittwoch, ob er ein Friedensabkommen akzeptieren würde, das den heutigen Stand festschreibt und der Ukraine 75 Prozent oder mehr ihres Gebiets lässt. Selenskyj bejahte und nannte das Einfrieren einen realistischen Weg, den Krieg zu beenden, wie Fox News am 21. Oktober aus dem Interview wiedergibt.

Ein Einfrieren und ein Stopp der Kämpfe seien das Mindeste, was die Ukraine heute von Russland brauche, sagte Selenskyj. Danach werde Kiew Trump und die Europäer um Sicherheitsgarantien bitten. Diese Garantien seien entscheidend, damit Ukrainer ohne Angst lebten; 9,5 Millionen Menschen, die ihr Zuhause verloren hätten und im Ausland lebten, müssten zurückkehren können.

Wörtlich sagte Selenskyj auf Englisch: „Yes, right now, we have to freeze.“ Er sprach von einer Waffenruhe oder, wie Trump es nenne, einem Ende des Tötens. Russland hat Waffenruhen bislang häufig mit dem Argument abgelehnt, sie verschafften Kiew Zeit zur Aufrüstung, schreibt Fox News.

Am selben Tag erklärte der Kreml nach dem Treffen Putins mit dem US-Gesandten Steve Witkoff, Moskau sei im Prinzip zu Dreiergesprächen Mitte November bereit. Die Gespräche Selenskyjs mit Witkoff in Oslo am Vortag beschreibt ein früherer Bericht.