Montag, 19. Oktober 2026


AUSSENLAGE

Sicherheitspolitik

Zaunschaden legt Nordpiste in Leipzig/Halle lahm

Die Polizei hält es für sehr wahrscheinlich, dass ein Fahrzeug den Zaun durchbrochen hat. Bei einer ersten Absuche fanden die Einsatzkräfte weder Unbefugte noch verdächtige Gegenstände; der Flugverkehr läuft über die Südpiste weiter.

Am Flughafen Leipzig/Halle ist die Nordpiste nach einem Schaden am Flughafenzaun gesperrt. Kurz vor 23 Uhr am 17. Oktober 2026 wurde eine Beschädigung an einem Zaun zum Flughafengelände in Schkeuditz festgestellt, teilte die Polizeidirektion Leipzig in der Nacht mit. Der Flugbetrieb auf der Nordseite wurde eingestellt, auf der Südpiste lief er weiter. Nach den bisherigen Ermittlungen habe mit hoher Wahrscheinlichkeit ein Fahrzeug den Zaun durchbrochen, heißt es in einer Ergänzungsmeldung von Sonntag, 7 Uhr.

Bundespolizei und Landespolizei suchten das Gelände in der Nacht ab. Dabei fanden sie nach Polizeiangaben weder unberechtigte Personen noch verdächtige Gegenstände. Im Lauf des Sonntags sollten weitere Suchen mit zusätzlichen Einsatzkräften folgen. Wer das Fahrzeug fuhr und warum, ist offen; die Polizei ermittelt gemeinsam mit der Bundespolizei und will über neue Erkenntnisse berichten.

Auf den Flugverkehr hat die Sperrung nach Angaben des Flughafens bisher keine Auswirkungen. Weder Passagier- noch Frachtflüge seien eingeschränkt, weil die zweite Start- und Landebahn genutzt werde, teilte Flughafensprecher Uwe Schuhart nach einem Bericht der dpa in der Freien Presse vom 18. Oktober mit.

Anfang August hatte die Bundesanwaltschaft die Ermittlungen übernommen, nachdem auf dem Flughafengelände eine Drohne mit Sprengstoff und Zünder gefunden worden war; seither rüsten die großen Flughäfen ihre Drohnenerkennung auf (unser Bericht). Hinweise auf einen Zusammenhang mit dem aktuellen Vorfall nennt die Polizei nicht.