Bulgarien kauft fünf weitere Iris-T SLM
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Das Parlament in Sofia billigt mit 175 zu 7 Stimmen einen zweiten Beschaffungsabschnitt für das Flugabwehrsystem aus Deutschland. Bezahlt wird über das EU-Programm SAFE, nur die Partei Wasraschdane stimmt dagegen.
SicherheitspolitikDas bulgarische Parlament hat am 15. Oktober 2026 den aktualisierten Investitionsplan zur Beschaffung von Flugabwehrraketensystemen angenommen. Laut dem Abstimmungsprotokoll der Nationalversammlung stimmten 175 Abgeordnete dafür, 7 dagegen, niemand enthielt sich. Alle sieben Gegenstimmen kamen von der Partei Wasraschdane (Wiedergeburt), aus allen anderen Fraktionen gab es nur Ja-Stimmen.
Der Plan sieht nach einem Bericht der Nachrichtenagentur BTA vom 15. Oktober zusätzlich zu dem bereits 2024 beschlossenen ersten System fünf weitere Iris-T SLM vor, mit Gewährleistung, logistischer Erstausstattung, Lenkflugkörpern und Zusatzausrüstung. Beide Abschnitte zusammen kosten demnach 1.106.466.933 Euro und werden über das EU-Rüstungsprogramm SAFE finanziert. Umgesetzt werden soll das Vorhaben über eine Programmvereinbarung der Verteidigungsministerien Bulgariens und Deutschlands und einen Nachtrag zum Liefervertrag mit Diehl Defence.
Im ersten Abschnitt wird ein Element des Systems, ein Multisensor-Tracker, durch andere Ausrüstung ersetzt; der Wert des bestehenden Vertrags sinkt dadurch laut BTA von 182.114.311 auf 180.605.928 Euro, die Lieferfristen werden kürzer. Verteidigungsminister Dimitar Stojanow sprach nach einem Bericht von Radio Bulgarien vom 15. Oktober von einer strategischen Investition: Das Land habe Technik aus den Siebziger-, Achtziger- und Neunzigerjahren und müsse aufholen. Jedes System solle zudem eine Drohnenabwehr erhalten. Das erste System wird demnach 32 Monate nach Vertragsunterzeichnung erwartet.
Vor der bulgarischen Küste waren zuletzt mehrere Frachter von Drohnen getroffen worden (unser Bericht). Wie die Bundeswehr das System erstmals scharf schoss, beschreibt der Bericht von der Übung auf Kreta.