Geschosse treffen Schlepper vor den Emiraten
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Das Schiff fährt beschädigt weiter, ein Mensch ist leicht verletzt. Irans Außenminister hält am Sieben-Tage-Angebot an Washington fest; nach Annahme der Bedingungen sei die Meerenge binnen sechs Tagen offen.
GeopolitikNordöstlich von Chor Fakkan in den Vereinigten Arabischen Emiraten ist am 18. Oktober 2026 ein Schlepper von zwei unbekannten Geschossen getroffen worden. Das meldete die britische Meldestelle UKMTO in ihrer Warnung 177-26, die sie um 6.26 Uhr MESZ auf X verbreitete. Das Schiff war nach Süden unterwegs, wurde beschädigt und setzt seine Fahrt fort; ein Mensch wurde leicht verletzt.
UKMTO stuft die Quelle der Meldung als verifiziert ein, die Uhrzeit des Angriffs nennt die Stelle nicht. Wer geschossen hat, ist offen. Die Behörden ermitteln, Schiffe sollen vorsichtig fahren und Verdächtiges melden. Chor Fakkan liegt an der Ostküste der Emirate am Golf von Oman, südlich der Straße von Hormus.
Erst am Samstag hatten die iranischen Revolutionsgarden Minentreffer bei zwei Tankern in der Meerenge gemeldet (unser Bericht); zu den Angriffen Anfang Oktober siehe unser früherer Bericht.
Außenminister Abbas Araqchi hält derweil am iranischen Angebot an die USA fest, die Straße von Hormus binnen sieben Tagen zu öffnen. Das sagte er am Sonntag in Bagdad örtlichen Medien, wie die Agentur Reuters in Arab News vom 18. Oktober berichtet. Nehme Washington die Bedingungen an, werde die Meerenge innerhalb von sechs Tagen geöffnet, am Tag darauf würden die Gespräche wieder aufgenommen. Zu den Bedingungen gehören laut dem Bericht das Ende der US-Blockade iranischer Häfen, die Aufhebung der Sanktionen gegen iranische Ölexporte und ein Ende der Kämpfe an allen Fronten der Region (unser Bericht zu den Bedingungen). Eine Mitteilung Araqchis oder des Außenministeriums dazu fand die Redaktion nicht.
Streitpunkt bleibt nach dem Bericht das iranische Atomprogramm: Washington will es von Beginn an verhandeln, Teheran zuerst über die Öffnung der Meerenge sprechen.