Bulgarien mobilisiert laut BTA alle Mittel für das Schwarze Meer
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Sofia verstärkt laut BTA die Radarüberwachung nach Osten und will den Drohneneinsatz gesetzlich neu regeln. Ein Nato-Marinekommando für das Schwarze Meer unter türkischer Führung ist laut dem bulgarischen Generalstabschef weit gediehen.
SicherheitspolitikBulgarien hat nach Angaben von Verteidigungsminister Dimitar Stojanow alle verfügbaren Mittel seiner Streitkräfte mobilisiert, um die Sicherheit in der Schwarzmeerregion zu gewährleisten. Das sagte Stojanow am Freitag laut der staatlichen Nachrichtenagentur BTA beim Besuchertag der multinationalen Versuchsübung Bold Adra 26 auf dem Luftwaffenstützpunkt Tscheschnegirowo. Die Radarüberwachung in östlicher Richtung sei verstärkt worden, mit kinetischen Fähigkeiten ebenso wie mit Aufklärungsflugzeugen von Luftwaffe und Marine.
Generalstabschef Admiral Emil Eftimow sagte laut BTA, innerhalb der Nato werde an einem Marinekommando für das Schwarze Meer gearbeitet, mit der Türkei als Führungsnation. Das Vorhaben sei in einem fortgeschrittenen Stadium. Ziel seien ein Lagebild in Echtzeit, die Bereitstellung von Kräften, Analysen und ein Eingreifen bei einer möglichen Bedrohung.
Für den Einsatz von Drohnen hält Stojanow Änderungen der Rechtsgrundlagen für nötig. Geplant seien Änderungen am Gesetz über die Verteidigung und die Streitkräfte; das Verkehrsministerium habe eine Verordnung dazu ausgearbeitet. Wegen der schnellen Entwicklung bei Drohnen müsse die Entscheidung über ihren Einsatz an Kommandeure auf niedrigeren Ebenen übertragen werden, sagte der Minister nach dem Bericht. Bei der Übung wurden laut BTA Drohnen für Aufklärung, Zielbekämpfung und Störung eingesetzt.
Auf nationaler Ebene wie im Bündnis würden alle nötigen Maßnahmen ergriffen, sagte Eftimow. Die Nato reagiere auf Grundlage von Informationsaustausch und Analyse, maßvoll und ohne die Lage zu eskalieren.
Nach Drohnenangriffen auf Handelsschiffe vor den Küsten Bulgariens und Rumäniens hatte die Nato am Dienstag zusätzliche Kräfte ins Schwarze Meer angekündigt, darunter Mittel zur Überwachung und Aufklärung. Bulgarien hatte die Allianz zuvor um Kampfflugzeuge und Drohnenabwehr gebeten. Rumänien will die Abwehr von Drohnen und Minen beschleunigen. Auch beim Treffen europäischer und regionaler Außenminister in Istanbul steht das Schwarze Meer auf der Tagesordnung, wie Außenlage berichtete.